
Das Wattenmeer entlang der dänischen, deutschen und niederländischen Nordseeküste ist weltweit einzigartig. Nirgendwo sonst findet sich eine Gezeitenlandschaft vergleichbarer Größe und Vielfalt. Als Kinderstube vieler Nordseefischarten und „Drehscheibe des Vogelzuges“ zwischen Arktis und Afrika reicht die ökologische Bedeutung des Wattenmeeres auch weit über die nationalen Grenzen hinaus.
Große Teile des internationalen Wattenmeers sind heute geschützt – als Naturschutzgebiete, Biosphärenreservate und Nationalparks. Da nur ein länderübergreifender Naturschutz der ökologischen Einheit des Wattenmeeres Rechnung tragen kann, arbeiten die an das Wattenmeer grenzenden Staaten im Rahmen der „Trilateralen Kooperation zum Schutz des Wattenmeeres“ seit 1970 eng zusammen und stimmen ihre Naturschutzmaßnahmen ab.
Die internationale Dimension und Bedeutung des Wattenmeeres ist vor Ort jedoch nur wenigen bewusst. Ein „grenzenloses Watt-Bewusstsein“ und die Wertschätzung dieses einzigartigen Naturgebiets aber sind wichtige Voraussetzungen für einen langfristigen Schutz des Wattenmeeres als Ganzes.
Vor diesem Hintergrund hat die Trilaterale Wattenmeerkooperation im Oktober 2003, anlässlich des 25jährigen Bestehens der internationalen Zusammenarbeit, gemeinsam mit Naturschutzverbänden die „International Wadden Sea School“ (IWSS) ins Leben gerufen.
Aufgabe und Ziel der IWSS ist es, bei Kindern und Jugendlichen die Wertschätzung für das Wattenmeer als ein gemeinsames Natur- und Kulturerbe zu fördern und das Verständnis für den langfristigen, grenzübergreifenden Schutz zu stärken.