Deutschland

Die deutschen Wattregionen

Wer an die deutsche Nordseeküste fährt, kommt am Wattenmeer nicht vorbei: Von Sylt im Norden bis zur Emsmündung an der niederländischen Grenze erstreckt es sich entlang der Festlandsküste, Inseln und Halligen sowie Flussmündungen von Eider, Elbe, Weser, Jade und der östlichen Ems.

Erleben Sie den größten und vielfältigsten Teil des internationalen Wattenmeers auf einer Klassenreise zu den deutschen IWSS-Reisezielen:

Tauchen Sie ein die einzigartige Halligwelt auf Hooge, wandeln Sie auf den Spuren Theodor Storms in Husum oder erleben Sie das historische Hafenflair des Städtchens Tönning.

Erkunden Sie den kleinsten deutschen Nationalpark rund um die Insel Neuwerk, entdecken Sie die wechselvolle Marinegeschichte Wilhelmshavens oder lassen Sie sich von Dornumersiel aus in die niedersächsische Marschen- und Inselwelt entführen.

Die IWSS-Partnerzentren in Deutschland freuen sich auf Ihren Besuch! Alle Programme werden in deutscher oder englischer Sprache angeboten. Einzelne Reiseziele halten auch dänische und niederländische Angebote bereit.

Natur und Landschaft

Infolge der unterschiedlichen Entstehungsgeschichte der nördlichen und westlichen Wattregionen ist das deutsche Wattenmeer landschaftlich am vielfältigsten. Während die nordfriesischen Inseln zum größten Teil Reste des ehemaligen Marschlandes sind, das bei den großen Sturmfluten 1362 und 1634 „zerstückelt“ wurde, sind die Ostfriesischen Inseln Teile einer Inselkette, die aus einem ehemaligen Strandwall hervorgegangen ist.

Die Wattgebiete zwischen dem Jadebusen und der Elbe und darin die Insel Neuwerk haben sich unter dem Einfluss von Strömungen der beiden Ästuare entwickelt.

Kultur und Geschichte

Die Kultur und Geschichte der deutschen Wattenmeerregion ist ebenso wie in Dänemark und in den Niederlanden von Walfang und Fischerei auf der Seeseite, Viehhandel und Ackerbau auf der Landseite und dem beständigen Ringen um die Küstenlinie dazwischen geprägt.

Alte und neue Landgewinnungs- und Küstenschutzmaßnahmen wie Köge, „Schlafdeiche“ und Sperrwerke zeugen davon, Sturmflutpfähle lassen die Kraft des Meeres erahnen und überall auf den Inseln und an der Küste finden sich Hinweise auf die vergangene Zeit der reichen Walfahrer, den langen Weg der Ochsen zum Viehmarkt oder das karge Leben der Fischer.

Einzigartig ist die Kultur und Geschichte der Halligen. Nirgendwo sonst finden sich diese Inseln ohne Deiche, auf denen viele Traditionen noch heute gelebt oder in liebevoll gestalteten Heimatmuseen präsentiert werden.

Naturschutz

Nahezu das gesamte deutsche Wattenmeer ist geschützt: als Nationalpark, Naturschutzgebiet oder Biosphärenreservat. Da Naturschutz in Deutschland Ländersache ist, gibt es – entsprechend den angrenzenden Bundesländern - gleich drei deutsche Wattenmeer-Nationalparks: „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“, „Hamburgisches Wattenmeer“ und „Niedersächsisches Wattenmeer“.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist gleichzeitig auch Biosphärenreservat. Das „Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen“ reicht über die Fläche des Nationalparks hinaus und umfasst auch die Halligen, die sich sei einigen Jahren stark mit der „Biosphäre Halligen“ identifizieren und zahlreiche Projekte, darunter auch Tourismus- und Schulprojekte, ins Leben rufen.

Je nachdem, für welche der deutschen IWSS-Reiseziele Sie sich entscheiden, werden Sie ganz unterschiedliche Eindrücke vom Wattenmeer gewinnen. Sehenswert und erlebnisreich sind sie alle!